Google Bombing

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Google Bombing ist eine der sogenannten “Black Hat”-Praktiken, mit denen das Ranking einer einzelnen Seite oder Website verbessert wird, indem Schlupflöcher im Google-Algorithmus ausgenutzt werden. Dabei geht es darum, die Anzahl der Seiten, die auf eine Zielseite verlinken, künstlich aufzublähen und die Ankertexte für die Links zu überoptimieren. Das ist eine ziemlich “schmutzige” Methode, die eher amateurhaft als echte SEO-Arbeit ist. Es versteht sich von selbst, dass wir diese Art von SEO-Technik nicht befürworten. 

Wie funktioniert Google Bombing?

Die algorithmischen Berechnungsmethoden von Google werden strengstens gehütet. Die SEO-Gemeinde weiß jedoch, dass es den PageRank immer noch gibt, auch wenn die Suchmaschine ihn nicht mehr öffentlich bekannt gibt, wie es noch vor einigen Jahren der Fall war. Die Robots berücksichtigen die Popularität der Seite, die den Link setzt, um die Popularität der Zielseite zu bestimmen. Sie verwenden auch Link-Anker, die für Google bereits ein Hinweis auf den Inhalt der Zielseite sind. Wenn also Tausende von Websites denselben Anker verwenden, um eine Seite zu bezeichnen, zum Beispiel “Restaurant in New York City”, wird die Suchmaschine die Zielseite als Referenzseite für die Suchanfrage “Restaurant in New York City” ansehen. In der Theorie ist das ganz einfach. In der Praxis, im Jahr 2021, ist das Verhalten der Roboter anders. Ihre Entwicklung hat den Google Bombing-Effekt erheblich reduziert.

Das berühmteste Google Bombing

Wenn du dich seit ein paar Jahren für SEO interessierst, hast du vielleicht schon von der Suchanfrage “Miserable failure” gehört. Dies ist das berühmteste Google Bombing, das George Bush im Jahr 2004 erlebte. Seine Biografie, die auf der offiziellen Website des Weißen Hauses veröffentlicht wurde, war Gegenstand abertausender Links mit dem Anker  “Miserable failure”. So wurde die Seite mit dieser Anfrage in Verbindung gebracht. 

Aber das erste Google Bombing wurde von Adam Mathes gestartet, um sich über seinen Freund lustig zu machen. Er verlinkte seine Website mit dem Ausdruck “talentloser Schreiberling”. Adam Mathes hatte offensichtlich einen ziemlich schlammigen Humor! Einige Zeit später war es der Film und die Abfrage “Supersize Me”, die zu einer Anspielung auf McDonald’s wurde, was nicht gerade nach dem Geschmack der Restaurantkette war, die in diesem Spielfilm stark kritisiert wurde. In Frankreich war es Nicolas Sarkozy, der den Preis für ein Google Bombing zahlte, das mit dem Begriff “Arschloch des Internets” verbunden wurde. Stilvoll!

Ein berüchtigtes Google Bombing schließlich steht im Zusammenhang mit der Suchanfrage “Jude”, mit der eine antisemitische Website in den Top-Ergebnissen von Google platziert wurde. 

Damals war das eine Technik, die einer Persönlichkeit oder dem Image einer Marke ernsthaft schaden konnte und die sich sogar als gefährlich erweisen konnte, wenn sie in die falschen Hände geriet. 

Das Ende von Google Bombing?

Im Jahr 2007 schob Google diesen Praktiken mit einem bedeutenden Algorithmus-Update einen Riegel vor. Es heißt, dass die aktuellen Robots gut genug sind, um gefälschte Links zu erkennen, die einer Website schaden sollen. Diese Links werden dann als “Spam” betrachtet und nicht mehr für das SERP-Ranking berücksichtigt. 

Fazit

Google Bombing ist eine veraltete Black-Hat-Praxis, die nicht nur unfair ist, sondern auch unwirksam geworden ist. Wenn du immer noch glaubst, dass du ein Opfer von Google Bombing bist, kannst du es der Suchmaschine melden, die dem nachgehen wird. 

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