Episode 14: Warum dein Content langweilig ist

Kennst du diese Texte… wenn du sie liest, dann kriegst du irgendwie das Gefühl, dass da irgendjemand irgendwas hingekotzt hat? Und du willst selbiges auch während dem Lesen des Textes dringlichst tun? Monotone “Textereien” in stupider Unartigkeit deutschaufsatzmäßig hingeklatscht. Bedeutungslose Zahlen in komplexen Nebensatzkonstruktionen, die, wenn du wirklich mal genau liest, und, nicht nur so überfliegst, vollkommen, unverständlich sind, und, meistens total hirnlose Kommatata enthalten. Einfach grausam und zum Mäuse melken!

Niemand möchte sowas freiwillig lesen und schon gar nicht was kaufen, das so ungelenk angepriesen wird. Wie du diesen Text-Fiaskos entgegenwirken kannst haben wir im heutigen Podcast mit Matthias Vogg, Head of Content bei ONLINE MARKETING VOGG, besprochen.

Wie können wir Texte wiederbeleben?

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Im Podcast teilt Matthias mit uns seine Story und wie er überhaupt zum Copywriting bzw. Texten gekommen ist.
Er gibt uns einen Einblick in sein Brain und verrät, wie du deine Texte geil machen kannst.
Einen Einblick in seine Textkonzeption und den kreativen Prozess erhältst du zudem auch.
Auch lernen wir, warum die klassischen “Unternehmenstexte” oftmals so langweilig sind und was wir dagegen tun können.
Du erhältst 3 essentielle Schritte, die du bei jeder Content bzw. Text Creation beachten solltest, um wirksame Inhalte zu erschaffen.
Und eine bombastische visuelle Darstellung für die richtige Mischung aus spontanen, kreativen Impulsen, sowie strategisch, rationalen Gedanken zum Thema Content
Uvm.

Falls auch du in deiner Arbeit als Texter sehr trockene Themen bearbeiten musst, gibt dir Matthias heute ein paar Impulse, wie du deine Schriftstücke wieder JUICY machen kannst.

Nach der Episode wirst du auf jeden Fall eine neue Perspektive auf das Thema Content haben, die dir eventuell dabei helfen kann, mit Enthusiasmus und neuer Energie an deine Inhalt-Kreation ranzugehen.

Wir freuen uns wie immer über Rückmeldungen auf den üblichen Kanälen.

Bis bald und bis zum nächsten Podcast

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Vollständiges Transkript

Sebastian: Du hast auch die Schnauze voll von scammy Online-Marketing Gurus, die oberflächliche Halbstrategien als Weg zum Erfolg versprechen?

Niels: Als selbständiger Onlinemarketer, die den Daily Grind als ihre absolute Comfortzone bezeichnen, haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, den Online-Marketing Bullshit aufzudecken. Bei uns erhältst du die ungefilterte Wahrheit über den momentanen Zustand der Online-Marketing Welt und welche Strategien wirklich funktionieren.

Sebastian: Deine Hosts Niels Stuck und Sebastian Vogg präsentieren dir in jeder Episode, neue Online-Marketing Themen, wie beispielsweise SEO, Facebook Ads, Content und vieles mehr, um deine Online-Marketing Erfolge aufs nächste Level zu heben. (10 Sek.)

Sebastian: Morgen und herzlich willkommen im No Bullshit Online-Marketing Podcast mit Niels Stuck as always.

Niels: Welcome, welcome.

Sebastian: Und mit unserem Ehrengast Matthias Vogg.

Matthias Vogg: Uh yeah.

Sebastian: Das ist dein zweiter Podcast schon, das ist eine Ehre.

Matthias Vog: Langsam werde ich zum Garant.

Sebastian: Nice, nice. Ja, was haben wir heute dabei? Matthias ist ja bei uns im Team, haben wir auch schon erwähnt, im ersten Podcasts, aber vielleicht heute nochmal für die, die den ersten noch nicht gehört haben, bei uns im Team für Thema Content zuständig. Und Content in geschriebener Form, ne, also alles was textlicher Content ist, jetzt nicht unbedingt Videocontent. Ja, und wir wollte heute so ein bisschen einen Blick in Matthias sein Brain werfen, wie der Mastermind unsere Texte eben macht, weil wie bereits vorher schon eingangs erwähnt, ist es immer ganz witzig, wie Matthias aus irgendwelchen, in Anführungszeichen langweiligen Themen von irgendwelchen Mittelständlern oder was so ganz klassische Texte, die man halt so liest, wo man eigentlich anfängt zu kotzen. Wie Matthias es schafft die trotzdem zu beloben und geil zu machen. Ja und deswegen heute einfach mal dazu eine kleine Podcastfolge. Aber first of all, Matthias, weil das hast du glaube ich noch nicht erwähnt, wie bist du denn auf das Thema Content gekommen?

Matthias Vogg: Ja, also wir fangen jetzt ich mehr bei Adam und Eva and, sondern es gibt die Kurzversion. Ich habe durch eine schon lange bestehende Liebe zu Büchern, schon Bücher lesen, Literatur auch einfach. Jetzt nicht gehobene Literatur aber lesen an sich einfach. Deutsch und Englisch, war schon immer so ein Faible für mich. Dachte mir dann, ja, lass doch mal studieren. Würzburg, das war 2012, habe ich Lehramt Germanistik und Anglistik studiert. War auf jeden Fall ein kleiner Irrweg, denn ich habe es dann wieder abgebrochen, aber es hat trotzdem Spaß gemacht. Einfach in die Sprache immer reinzugehen und dieses richtig geil Schreiben, oder richtig gut Englisch können, richtig gut, schön Englisch schreiben und auch Deutsch einfach wissen was Sache ist. Kommas richtig setzten und sowas, hat mir schon immer Freude gemacht.

Und hatte auch ein richtig gutes Abi, aber mein Gott, da kräht dann kein Hahn dann mehr danach. Und auf jeden Fall habe ich dann so, nachdem halt Sebastian dann in die ganzen Online Themen reingekommen ist, und ich so dachte, oh da kann man ja auch Texte gebrauchen, beziehungsweise online macht sich Content ganz gut, weil ich meine mit irgendwas muss man das WWW ja füllen und da dachte ich mir, hm lass doch mal austesten. Ich meine am Anfang, war ich viel zu lyrisch angehaucht und fast schon zu künstlerisch, weil ich meine am Ende zählt online natürlich die Performance. Da werden wir später aber noch drauf eingehen, wie viel Performance wirklich gut ist. Und wann der Content hirnlos wird. Aber das ist so Baseline, meine Story komprimiert.

Sebastian: Alright. Und dann ging es halt, also Thema Online-Marketing, ne, dann haben wir halt angefangen mit SEO-Texten.

Matthias Vogg: Ja ich habe mich, genau ich habe mich selbständig gemacht. Und davor eben schon mit SEO-Texten angefangen, da habe ich auch für Ellet Hals zum Beispiel gearbeitet, für Elliott Hulse für JP Sears, also schon größere Namen und auch von Elliott da noch gelernt. Und in dem Bereich hat er auch viel drauf, oder viel draufgehabt und er hat mir da sehr viel beigebracht, also wie man halt diese typischen amerikanischen Sales Texte schreibt. Mich da einfach so ein bisschen reingefuchst und das hat mir Bock gemacht, vor allem halt wenn es Themen sind, die mich betreffen, wo ich ein Gefühl dafür habe, weil man einfach auch selber-, das kann man sich auch antrainieren, ja oder auch einfach sich so reinzuversetzen, um aus einer Thematik das rauszuholen, was jemanden einfach anspricht, ja dass man selbst die langweiligste Thematik irgendwie so gestalten kann, dass es jemand liest und sich denkt, ah geil okay, klingt gut.

Sebastian: Okay. Wenn wir dazu mal nehmen, das Stichwort diese typischen amerikanischen Sales Texte. Denn wenn ich mir jetzt mal Content durchlese, in meinem Fall zum Beispiel SEO, da ist halt noch viel, auf jeden Fall vom amerikanischen Raum geprägt. Und ich habe ja jetzt auch in der Zusammenarbeit mit dir und den Texten, die wir zusammen erarbeitet haben bei Suchmaschinen Optimierung und gute Texte gehen immer Hand in Hand, gemerkt, dass du wirklich aus fast jedem Thema einen Text machen kannst, der sich gut liest. Sei es jetzt was Medizinisches, was total Technisches oder natürlich die lifestyle Themen, bei denen es sich anbietet, das ist egal, am Ende kommt ein sehr runder Text dabei raus. Und was ist denn deine, erst mal secret Source, so persönlich, die du in Texten so verwendest? Und das Thema, dieser amerikanische Style, der sich für mein Empfinden zum Beispiel, komplett anders liest als die meisten deutschen Texte, wo liegen da für dich die Unterschiede?

Matthias Vogg: Also beim Amerikanischen, also es funktioniert auf jeden Fall in Europa und vor allem in Deutschland nur sehr, sehr bedingt. Also dieses flashy make it big, bam bam bam. Also da reagieren die Deutschen glaube ich, sehr allergisch drauf, also das ist auf jeden Fall was länderspezifisches, was kulturspezifisches. Die größten Unterschiede sind einfach, ich glaube, die Deutschen sind einfach sehr, sehr zerebral, sehr informationsbezogen, rational und die wollen nicht wirklich, die wollen subtil verkauft werden, ja. Die wollen nicht dieses oberflächliche, ja hier ist die Features of Benefits und hier und so weiter, jetzt hier time is running out, going out of stock und so weiter. Das will der Deutsche nicht, aber mit subtileren Techniken kommt man da sehr viel besser ran. Wenn der Deutsche quasi denkt, er hätte die Kontrolle, er würde eine intellektuelle Entscheidung machen, macht er aber nicht, macht er niemals. Und da sind einfach diese gravierende Unterschiede und ich meine, da so von beiden Welten was zu nehmen, um was Geiles daraus zu machen, das war schon immer für mich der Reiz, die Challenge auch daran. Und ich meine, das ist die klassische Problematik der Deutschen, weil die Amerikaner, die schaffen es irgendwie immer, generell gesagt, so ein Lebensgefühl zu vermitteln. Selbst wenn es nur dieses dumme, au ja wir sind amerikanisch Lebensgefühl oh geil machen. Egal für was, ob es für Plumber ist oder Dachdecker oder whatever, ja, die haben dieses Mindset. Ja, bei den Deutschen ist es nicht, die Deutschen ist es, da ist das irgendwie komischer, und da muss alles irgendwie steril, akkurat sein, informationsbezogen und dann irgendwelche Historien, im Jahre 1900 bla bla bla, gründeten wir dies und jenes und haben dies und das gemacht. Lauter volle Texte. Was natürlich die Amis auch machen, aber jetzt mal generell gesagt. Und deswegen müssen wir halt schauen, wie kann ich ein Lebensgefühl in einen Text reinbringen. Ich meine, das ist das Einzige, wie, was möchte ich auslösen in demjenigen, der den Text liest. Es ist so banal-.

Niels: Was schmeckt dann dem emotions kalten Deutschen, an einem Text gut?

Matthias Vogg: Das ist eine gute Frage. Es kommt darauf an. Ich denke so, einen intellektuellen Humor, da muss man halt vorsichtig sein natürlich, das geht auch nicht in allen Kontexten, aber so den intellektuellen Humor so mit reinbringen, kleines bisschen reinstreuen, das gibt dem Text so die gewisse Schärfe, eine gewisse Würze, wo man denkt, okay schmeckt. Ja, also das ist was Besonderes (Sebastian: Schmeckt.) Es ist was-. Es ist was, was nicht nur der typische Bullshit halt ist, von irgendwelchen theoretischen Gefaseleien. Ja und an sich, wenn-, halt sich reinzuversetzen, das heißt, das muss auch gar nicht emotional berührend sein, das muss nicht sein, oh mein Sohn ist erst letztens gestorben und was weiß ich, nicht sowas. Nicht so berührend, sondern ich betrachte den Text von einer ganz andersartigen Perspektive. Das heißt, ich schaue nicht darauf, ich bin der Content Ersteller, diesen Text möchte ich vermitteln. Sondern ich versetze mich hinein, ich bin vielleicht auch schon mal selber in dieser Situation gewesen, und dann schaue ich rein, was, welche Perspektive aus diesem emotional empfunden verkörperten Problem, kann ich jetzt nehmen, dass die Person sich angesprochen fühlt, und sagt, ja okay, da widme ich meine Lebenszeit dafür, um das zu lesen.

Sebastian: Ja also die Frage-, man muss sich einfach nochmal anschauen welche Unternehmen sind zum Beispiel jetzt gerade im Social Media Advertising erfolgreich oder welche schaffen es eine gute Story zu erzählen und ich meine, jetzt nehmen wir mal das klassische Beispiel, aber schau dir True Fruits an. Es ist alt, einfach kein klassischer Text, was die machen. Die haben ihre Flaschentexte, das ist auch nur geschriebenes Wort, aber das ist halt verdammt geil. Es ist halt genau der Nerv der Zielgruppe, der getroffen wird. Es wird, trifft auf genau so viel Hate wie auch positives Feedback, aber es ist halt eigentlich das beste Beispiel dafür, was man halt mir Content Text schaffen kann. Das grundsätzlich, klar, aber natürlich muss es deswegen jetzt nicht jeder so machen. Da gibt es halt so diese ganzen Marken, Einkaufsläden oder so, Discounter, die jetzt halt versuchen das zu kopieren was True Fruits macht, aber es ist dann halt auch nicht mehr die Source was quasi (Matthias Vogg: Es schmeckt nicht.) dazu gehört.

Niels: Na gut.

Matthias Vogg: Ja, es schmeckt fad, es schmeckt tatsächlich fad, ja. Ja aber, nochmal dazu, ich denke, die Sache ist einfach, habe ich Bock darauf einen Text zu schreiben und bin ich da wirklich dabei. Dann kann man schreiben was man will, dann braucht man auch keinen auf humorvoll machen oder sonst irgendwas, aber wenn man wirklich jemanden hat, der Bock darauf hat einen Text zu schreiben und sagt okay, jetzt machen wir dieses Ding so geil wie möglich. Alleine diese Zielsetzung schon mal zu setzen. Weil ich meine, was machen denn die meisten Unternehmen? Die haben halt eine Zielsetzung oder einen Auftrag vom Vorgesetzten, ja schreib mal einen Text über dies und jenes. Oder das, wie in der Schule, da da da da da da, blablablablabla, ja. Also, es ist nur, es ist ein monotoner nach Obligationen ausgeführter ?Teint, es fehlt Enthusiasmus es fehlt die Passion (Niels: Hauptsache es wird abgesegnet.) Ja, good enough, ne.

Sebastian: Also wir würdest du dann sagen, wenn du jetzt so einen Text schreibst, was ist denn dann dein kreativer Prozess? Also welche Stufen durchläuft du da, wenn du jetzt einen Text schreibst? Research, wenn es jetzt um-, lass uns einfach mal einen Text sagen okay, der soll sowohl Sinn optimiert sein als auch gut klingen.

Matthias Vogg: Ja also dann basic ist auf jeden Fall die Keywort Analyse, die ich meistens von einem guten Niels bekomme. Also es ist halt einfach wichtig, weil online schreiben wir den Text nicht dafür, damit alle Kumbaya my lord singen, sondern es soll natürlich traffic driven, es soll auf jeden Fall ein messbares Endergebnis dabei rauskommen oder zumindest ein gutes, ein in Euro messbares Ergebnis, irgendwann mal. Und dann schaue ich halt, wie kann ich das einbauen. Wenn ich bestehende Texte habe, ist das natürlich geil, weil dann kann ich zumindest verstehen, okay was ist der Person wichtig oder dem Unternehmen, was möchten sie kommunizieren. Und dann versuche ich halt, das Ganze inhaltlich hinein zu wursteln, in einen komplexen Prozess aus lyrischer Alchemie. Es ist einfach so, es ist wirklich, es ist ein schwerer Prozess, es ist nicht leicht gemacht. Es gibt ja auch jetzt nicht wirklich was, wo man sagen kann, okay das lerne ich jetzt in der Ausbildung. Es gibt auch über Grundsätze, es schadet zum Beispiel nicht, einen guten ?Graph of Rechtschreibung und Grammatik zu haben, weil es einfach ein pain in the ass ist, wenn das nicht geht. Ja und wenn man einfach, wenn man so Sachen liest, weißt du auch von großen Unternehmen, wo man denkst, warum wurde diese Person mit dem Schreiben dieses Textes beauftragt. Wenn es einfach basic, weißt du so komplizierte Satz Verschachtelungen machen, um möglichst schlau zu klingen, oh Gott hör mir auf also wirklich. Deswegen, wir wollen Klarheit und wir wollen vor allem jemanden, wir wollen innerlich die Intension haben, ich möchte demjenigen, der das liest möchte ich einen Service bieten, ich will mich nicht selber profilieren und ich möchte nicht meinen Text, oder so das Ego da rein arbeiten, damit irgendjemand sagt, oh das ist aber geil geschrieben. Das ist natürlich schön wenn es gut ist, aber es geht hauptsächlich darum, den Zweck zu erfüllen, ja. Den Zweck und, den Zweck auch, dessen dass die Person, die das liest Freude daran hat oder es zumindest gerne liest irgendwie.

Niels: Also würdest du empfehlen, die Sache, wenn sie nicht super kompliziert ist, möglichst einfach zu halten oder wenn sie kompliziert ist, für den Leser soweit wie möglich zu vereinfachen.

Matthias Vogg: Also absolut. Niemand will irgendwas kompliziertes lesen. Ich glaube sowieso im Internet nicht, wo man ja, du hast ja die Möglichkeit dich immer zu entertainen, deswegen muss das irgendwie, das muss verständlich sein, sobald das Brain abschaltet, ist es einfach, die Person ist nicht mehr geführt und die wird vom Text nicht mehr mitgenommen und dann hast du schon verloren eigentlich. Und dann versucht man natürlich diesen Text möglichst sinnhaftig, natürlich mit schönen Headings, in den Headings die Keywords reinkriegen, durch die Keywort Dichte dann absetzen. Dann wollen wir einen schönen Satzbeginn haben, es soll auch nicht zu lang und zu kurz sein. Wir wollen eine Abwechslung drin haben, es soll aber auch nicht zu ausgefallen klingen. Also es ist so eine ganz, ganz schwierige Balance, die man hält.

Sebastian: Okay, ich sehe es gerade schon, es sind ganz viele einzeln Punkte. Aber wenn du jetzt mal so für dich aus dem Bauch heraus sagen würdest, was sind so die drei Komponenten, die du für am Wichtigsten hältst. Also wenn man nur drei Sachen einhalten könnte bei einem Text, weil dir das jetzt erstmal zu überfordernd ist, weil man vielleicht neu im Content Thema ist. Welche drei Regeln würdest du einem Texter geben, den du schulst?

Matthias Vogg: Nummer Eins, vor dem Text reinversetzen, versetz dich rein in die Person, die das irgendwann mal lesen soll. Das ist das Wichtigste, weil viele schreiben zu sehr aus ihrer eigenen Perspektive heraus, als Content Creator oder als Unternehmen. Ja und finden es dann selber gut, aber der Kunde hat keinen Bezug dazu, weil der Kontext fehlt. Nummer Zwei, wenn es beim Schreiben Spaß macht, dann macht es auch beim Lesen Spaß. Das würde ich sagen. Also das ist meine Erfahrung. Wenn es natürlich mit dem vorherigen Punkt in Mind, dass ich nicht nur einfach was rausschreibe, was mir jetzt Bock macht, sondern wenn ich so richtig im Flow bin und so richtig merke, ah hey das ist jetzt, das ballert jetzt, dann kommt am Ende auch was Gutes dabei raus. Üblicherweise, ja. Und auch eine gute Rückmeldung zumindest bisher immer. Und Nummer Drei, schwierig es sind so viele Sachen, aber ich brauche einen Text, eine Führung und einen roten Faden. Also mehrmals drüber lesen und dann schauen ist dieses Schriftstück in sich geschlossen, dass ich sagen kann, ich nehme den Leser bei der Hand und führe den da durch. Und das sind eigentlich alles so mentale Vorbereitungssachen und das sind auch Sachen, die halt auf Erfahrung beruhen und die auch ein bisschen auf dem eigenen Willen und dem eigenen Drang einen geilen Text zu machen basieren. Und dann halt natürlich die ganzen, das Wissen schon und die theoretischen Sachen, das ist damit nicht abgetan, dass man weiß wie SEO funktioniert, dass man weiß, dass man alle fünf Zeilen oder sechs Zeilen mal einen Absatz setzt und sowas.

Sebastian: Aber jetzt mal unabhängig von SEO-, also ich habe auch schon Texte gesehen, selber von Leuten, die einfach über ein geiles Thema geschrieben haben, was ihnen Spaß macht und was auch Suchvolumen hat und dann rankt so einen Text halt auch. Ich denke, die Voraussetzungen, die zu sagst, sind nochmal um einiges wichtiger als, klar, optimierter Text auf jeden Fall auch eine Eins plus Seite, ne ganz klar. Das sollte eigentlich eine Voraussetzung sein, für Content im Internet. (Matthias: Bitte nicht mehr als eine Eins.) Sollte eigentlich jeder der, irgendwann mal Html im Internet macht und halt in irgendeiner Weise Content schreibt wissen, dass es halt so von der Hierarchie ist. Aber unabhängig davon denke ich, dass es was du halt sagt so, ein Einstieg ist, der eigentlich jeder machen sollte. Und unabhängig von Text oder nicht. Wenn ich einfach nur ein fucking hier Bild von meinem Printkatalog hochlade und dann darauf eine Ad schalte, kannst halt in die Tonne kloppen. Also diese Reinversetzung in den Kunden ist ja das aller, aller Wichtigste.

Das ist ja auch das Gleiche mit der Website Thematik, ne. Leute haben eine Vorstellung davon, wie das aussehen soll, aber die wissen ja nicht wie der Kunde es gerne hätte oder was dem Kunden wichtig ist, wenn er auf so eine Webseite kommt. Meist ist es nicht das, was einem selber wichtig ist. Das ist so das Ding. Deswegen klar bin ich voll bei dir. Was würdest du denn jetzt so zu dir aktuellen Content Entwicklung sehen, weil viele Seiten nehmen ja den Text runter von der Page und machen nur noch große Bilder mit Video, was ja an sich cool ist, weil jetzt nicht so viel Text drauf ist, aber was würdest du als gut, was würdest du als schlecht bezeichnen?

Matthias Vogg: Also wenig Text zu machen ist auf jeden Fall verabscheuungswürdig, zumindest von meiner Perspektive. (Sebastian: Andersartig, verabscheuungswürdig.) Ne, aber so, ne man muss immer darüber nachdenken, was für einen passt, ja. Text ist manchmal gut, Text ist manchmal nicht gut. Da kann man glaube ich, keine generellen Sachen sagen. Aber was auf jeden Fall, ein Content, Landing Page Content, SEO Texte, whatever auch Social Media Content ja von Posts und Ads, ist die Problematik glaube ich, die größte, dass man selber einfach was rausfallen will und sich zu wenig Gedanken darüber macht, wie kommt das beim Kunden an. Weil wenn man diesen Prozess schon mal macht und wie passt das in meine-, in das was ich, in meine digitalen Assets, wie es zum Beispiel Karl Katz sagen würde, ja, die Assets, die man hat. Wie passt das da rein und wie verkörpert das, das worum es wirklich geht.

Und deswegen ist es auch mit dem Content einfach so, wenn der einfach nur so hochgeladen wird und ich denk nur darüber nach, oh das sind die Features und benefits, oh das ist mein Produkt, das kann vielleicht funktionieren, wenn man richtig trashen will oder einfach nur irgendwas richtig so Style, so amerikanisches homeshopping Style was verkaufen will, dann kann das vielleicht sinnvoll sein. Aber sonst ist die größte Problematik, dass man einfach wirklich teilweise nur trash macht und ich meine, dass man immer nur darüber nachdenkt, was kriege ich. Ja, das ist die größte Problematik, überhaupt also beim Content machen, was machen die meisten Leute online. Der dümmste trash Content, den man kriegt, sind die ganzen Leute, die jeden Tag, was weiß ich, wir haben ja schon darüber geredet. Hier Networker rekrutieren wollen, die nur sagen, was sie für bling bling haben und für Gucci und e halt einfach kein Servicemindset haben anderen Leuten was zu liefern sondern immer nur haben wollen. Damit, also langfristig no way.

Matthias Vogg: Okay. Noch eine kurze, praktische Rückfrage. Wir haben auch über diesen roten Faden geredet, also mir persönlich, wenn ich mich an einen Text setze, manchmal ist es sehr schwierig im ersten durchrattern aus wenn man im Flow ist, auch wenn man im Thema drin ist, auch wenn man Bock hat den zu schreiben, einen fließenden roten Faden aus Lesersicht zu haben. Wenn es um Content geht hört man auch ganz oft, okay, du sollst dir deinen eigenen Text dreimal durchlesen. Eigentlich wird das Ding nochmal dreimal neu geschrieben. Aber wenn ich jetzt als nicht Profitexter, jemand der nicht so super gerne textet, darüber nachdenke, okay, dreimal soll ich das Ding neu schreiben bevor ich das veröffentliche. Alles klar, ich lege die Feder erstmal beiseite. Wie ist denn das bei dir in der Praxis?

Matthias Vogg: Zweite Instanz ist besser. Also dreimal das ganze Ding durchlesen, ich meine, wenn es wirklich so ein tausend Wörter Masterpiece wird, dann liest man das schon nochmal drüber, oder wenn es wirklich was ist, wo ich merke, okay, das habe ich so ein bisschen umnächtigt geschrieben oder so im Hetzen, dass da nicht so leichtsinnige Rechtschreibfehler drin sind. Da dann schon nochmal drüber, aber so dieses, ja dieses deutschaufsatzmäßige, ja dreimal drüber gehen und alles, also finde ich schwierig. Und ich meine, wir sind jetzt halt auch keine, wir schreiben jetzt nicht für die Süddeutsche Zeitung, wir sind keine Journalisten, das wollen wir auch glaube ich auch nicht. Weil ich meine, Zeitung ist wieder ein ganz anderes Medium. Ein unter uns vom Aussterben bedrohtes Medium, aber erzähle es keinem, aber deswegen, ich denke, darauf kommt es nicht an. Und ich denke, das ist Leute auch nicht so wichtig, dass Text perfekt ist und fehlerfrei, sondern wenn es sie greift, wie zum Beispiel Karl Kratz, macht absichtlich Fehler rein. Ist natürlich auch wieder mit Vorsticht zu genießen, das kann er machen, weil er Karl Katz ist, aber, ja.

Niels: Kurze Frage noch dazu. Du hast ja jetzt schon einige Erfahrung auch im Contenbereich gesammelt, du hast Newsletter geschrieben, du hast Websitebeiträge geschrieben, wahrscheinlich auch noch für ganz viele anderen Instanzen und ich verfolge vieles ja selber. Und ich sehe dann immer entweder diese smarten, durchdachten Sachen oder die, die so klingen, als wären die gerade spontan, aus einer Emotion heraus, so als würdest du vor mir stehen und mir das gerade euphorisch erzählen, geschrieben. Welche Sachen funktionieren denn deiner Erfahrung nach besser ?

Matthias Vogg: Uff. Also ich meine, ich habe ja meine privaten Projekte und die sind auf jeden Fall skalierbar no und große Zahlen no, also das ist klar, da ist mir die Freude am Schreiben oder am Output wichtiger als alles andere. Im Podcast, den ich ja auch kurz mal hier pitche, nein just kidding. Aber was auf jeden Fall besser funktioniert, wenn man sich mehr Gedanken darüber macht. Also es ist nice spontan was rauszuballern, bold, bam. Und manchmal kann es auch funktioniere, wenn man gut ist und beides so intus hat das man einfach-, man hat quasi einen Funnel in der Mitte, man hat einen Trichter in der Mitte und man kippt zwei Sachen rein. Man hat einmal hier die spontane boldness und auf der anderen Seite die strategische Intelligenz und das beides quasi zum gleichen Teilen rein zukippen, dass da ein hohe Mischung-. (Niels: Welches Powerpuff Girl kommt denn da am Ende raus?) Alter ich sage es dir.

Sebastian: Das ist die voggsche Contentformel.

Matthias VoggB: Wartet nur drauf, ich sage. Seminare mit richtigen Props, mit so einen richtigen-, mit so einen Glas, das man dann voll füllt mit Flüssigkeiten. Versteht ihr? In beide gleichzeitig hinein füllt dann funktioniert das.

Sebastian: Das ist dieses Geheimnis, oder?

Niels: Wenn man in der Karateschule erst mal sechs Monate bloß die Zäune streichen darfst. Hast du des gelernt? … #00:24:52#. Ist doch so.

Sebastian: Aber das ist ja auch beim Check Institut ein bisschen so, dass du da wahrscheinlich-, Check Its ist auch ein Kunde von uns, die international auch viel machen und da machst du ja auch die ganzen Mails und den ganzen Content da. Da kommen ja auch so Ergüsse raus, ne? So spontane.

Matthias Vogg: Ja ich meine ich kann auch-, ja ich meine, ich muss ja-, mein Ziel ist es ja, dass ich in der Stimme von Paul Jack schreibe, das heißt ich muss schon schon schauen, ich kann ja jetzt nicht als Matthias Vogg irgendwas raus ballern. Und ich meine es wäre auch egoistisch, weil ich meine, es läuft sowieso nochmal durch eine zweite Instanz und einfach nur um das rauszuballern, damit ich sagen kann, ja ich bin hier bold, ich habe die Eiern und ich baller hier raus wie ich will, ja dann habe ich vielleicht bald den Kunden nicht mehr. Weil er sich denkt, Alter der Pisser, der soll gefälligst was für sie selber schreiben, wenn er nicht auf uns eingehen kann, also von dem her. Ne, also das ist halt die Mischung, weißt du, wie viel Humor kann ich reinmachen, wie viel political incorrectness kann ich da reinwerfen, dass es gerade so bisschen sparkt und die Leute so denken, hat er das wirklich gerade gesagt oder sowas in der Art. Aber dann gleichzeitig, ja halt eine zielgerichtete Message bringe, wie zum Beispiel, Alter hör dir diesen scheiß Podcast an und abonniere, sozusagen.

Sebastian: Ja nice. Ja sehr sehr nices-, (Niels: Ergiebig.) Ergiebig, ja Content. (Niels: Ergiebiger Content.) Also bei mir ist das ja auch so, ich bin ja jetzt nicht unbedingt der krasse Texter, deshalb bin ich auch immer happy wenn ich dem Matthias auch Posts abgeben kann. Also diese Kreativität fehlt mir einfach, dieser ich weiß nicht wo es herkommt, aber. (B: Ich kenne es aber.)

Niels: Vielleicht fehlt nicht, aber ich glaube, das braucht, also ich fühle das auch so, es braucht deutlich mehr Zeit, Energie und irgendwie habe ich das Gefühl, du sagst Matthias ein Thema und was du möchtest und dann-, kennt ihr diese GIFs wo dann einfach jemand auf der Tastatur rumkloppt. Und dann kommt das was bei raus und das schmeckt einfach, danke Matthias.

Matthias Vogg: Danke, danke, danke für die Blumen. Ja ich meine, manchmal sitze ich auch vor einem Text und denke mir, was zum Henker. Wie schreibe ich dieses Thema jetzt so, dass es irgendeine Sau lesen will? Also das ist schon so. Da denke ich manchmal schon okay, hm, heftig. Aber dann so ein bisschen Abstand kriegen. Es ist halt schon eine heftige Sache, wenn ich halt zu verkopft bin, wenn ich zu viel nachdenke und-. Weil ich meine, wenn ich einen Text in Google Docs verfasse, dann ist der noch nicht veröffentlicht. Auch nochmal einen Tipp, auch nochmal einen Pro Tipp. Einfach drauf los schreiben, dann schreib einfach. Schreib einfach raus, selbst wenn du hinschreibst ich weiß nicht was ich schreiben soll, dann schreibst du das zwischen rein und dann schreibst du wieder weiter und so ein bisschen das Chaos rausschreiben. Und dann postest du es natürlich komplett ungefiltert, weil man sein true authentic self sein soll. Nicht wirklich, nicht wirklich, sondern man geht dann nochmal drüber und sieht okay, da sind Ideen und dann merkt man auf einmal, okay, da kann man richtig nice was draus machen. Und dann läuft es auch.

Aber es ist schon eine Sache, es ist ja an sich was Künstlerisches. Ja Facebook Ads ist auch was künstlerisch, alles ist was Künstlerisches, alles ist eine Kunst oder eine Kreation. Aber da ist es halt schon nochmal so, man hat weniger fixe Regler, man hat nicht nur-, Alter schon wieder eine Analogie, aber es ist so wie wenn man Klavier spielt, da hat man relativ fixe Tasten, die man auf eine bestimmte Art und Weise drücken kann, aber wenn man Gitarre spielt, ist das was ganz anders, ja. Dann muss man ganz verschieden Sachen, man kann verschiedene Varianzen, verschiednen Oktaven ballern und das eben auf allen Seiten (Niels: Woah.) spielen. Alter den Podcast höre ich mir zehnmal noch an.

Sebastian: Jetzt würde wahrscheinlich der Pianist sagen, das kannst du ja beim Klavier auch. Ich denke, ein besserer Vergleich noch als Gitarre ist wahrscheinlich Gesang. Weil du da halt wirklich mit jeder Art, wie du zum Beispiel singst komplett alles verstellen kannst und dafür ich denke, da sind wir relativ nah auch an dieser Flexibilität von Text und geschriebenem Wort. Aber ja auf jeden Fall, 100 percent agreed.

Matthias Vogg: Oder eine Bongo, eine Bongo im Vergleich zu einer Gitarre zum Beispiel, das wäre (Sebastian: Ja, das auf jeden Fall.) also da geht nicht so viel. Ja, aber das ist so der Juice.

Sebastian: Das ist der Juice, ja.

Niels: Und ich würde sagen, abschließend kann man sagen, ihr müsst einen Absatz schreiben und beim Abdrücken des Enter Buttons euch denken, Noah schmeckt, dann ist gut.

Matthias Vogg: Ihr müsst denken, und am sechsten Tag schuf er den Text. Ja, müsst ihr euch denken. (Niels: Amen.) Die Finger die sich berühren und dann wie bei dir Niels ahh, und dann ohh release.

Niels: Ihr müsst wie der Marmor sein. Sei der Marmor.

Matthias Vogg: Deswegen so hohe Anforderungen an sich selber denken, dass man einen Nervenzusammenbruch, einen Kollaps hat und dann zum Matthias Vogg kommt und sagt, bitte hilf mir, bitte hilf mir, ja.

Sebastian: Alles klar, Leute, dann danke für eure time Matthias und natürlich auch Niels, ne, dass ihr (Niels: Anytime.) Zeit habt, für den Podcast und dann hören wir uns im nächsten Podcast.

Niels: Bis zum nächsten Mal, peace out.

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