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Episode 21: Wie du Online gescammt wirst

by Niels Stuck Dezember 15, 2019
21a - Episode 21: Wie du Online gescammt wirst

Wir alle sind im Internet aktiv, weil wir Dinge sehen möchten, die uns ansprechen, interessieren, erregen und entertainen. Die Welt ist aufregend und hat viele Facetten, was auch haargenau Onlinewelt repräsentiert wird – nur ist so ziemlich alles eben so gut wie immer fast sofort verfügbar.

Manchmal trügt der Schein der glitzernden Objekte im Internet und wenn wir zu naiv sind, fallen wir auf dieses Funkeln herein.

Dann wurden wir im Fachterminus “gescammt”.

Das fängt an bei den Influencern, die so tun, als ob sie unsere Meinung wirklich schätzen, aber eigentlich absolut drauf scheißen, was ihre 150k Follower zum Frühstück essen. Es geht über Bullshit Verknappungs Countdowns auf Salespages, die nach jedem Mal F5 drücken wieder am Anfang beginnen. Und es endet bei den low level Spam Mails, wo wir 5 Öcken in Bitcoins überweisen sollen, weil uns jemand bei unserem Lieblingsporno angeblich abefilmt hat. Wenn man übrigens diese Art von Scam Level selbst nutzt und Leute damit abzockt, ist man mit seinem Lebensberechtigungsausweis ungefähr auf dem Amöben-Level angekommen. Schlimmer geht es fast nicht mehr, außer beispielsweise arme demente Omis mit Fake Calls davon zu überzeugen, dass man ihr lange verschollener Enkel sei und unbedingt Geld für das Ärzte ohne Grenzen Studium in Botswana bräuchte.

Aber fast jeder von uns fällt mal irgendwie auf ein Angebot herein, dass so gut klingt, dass es eigentlich nicht mehr wahr sein kann. Aber weil wir uns von dem SHINING täuschen lassen, fallen wir darauf herein und verlieren manchmal eine große Summe Geld – oder zumindest einen Teil unserer geistigen Gesundheit und Selbstachtung. Das alles nur für eine einzige Lektion: Traue nicht jedem im Internet. Es ist der Grund, warum uns Mama und Papa damals immer gewarnt hatten vor den ONLINE Betrügern. Und warum Oma und Opa das Internet als gefährlich einstufen und als Seuche der modernen Welt verteufeln.

Allerdings bietet das Internet genauso auch seine schönen Seiten, weil wir so viel Neues entdecken, dass wir niemals in der Offline-Welt hätten sehen können.
Für uns, Niels und Sebastian, ist das Internet unser Arbeitsplatz. Google, Social Media und Konsorten sind für uns das, was für die Print Marketer Zeitungen, Zeitschriften etc. sind. Egal ob Push oder Pull Marketing, wenn wir unsere Arbeit mit auch nur einem Fünkchen Gewissen ausführen und einen halbwegs funktionierenden moralischen Kompass haben, dann kann es niemand mit sich IM KERN SEINES ONLINE MARKETING HERZENS vereinbaren, in diesen Scams zu partizipieren.

Daher ist es uns enorm wichtig, ethisch und moralisch vertretbares Online Marketing zu verkörpern und das auch mit unseren Followern zu teilen. Denn in den Bullshit rutscht man ganz schnell ab, wenn man nicht aufpasst. Daher: Stay BS-free, lass dich nicht von den glitzernden Götzenbildern oder dem schnellen Heller blenden. Mach dein Ding, halte deine Prinzipien und du wirst weder Opfer, noch Täter, in der Scammerei.

Wir freuen uns darauf, dich auch in der nächsten NO BS Online Marketing Podcast Episode als Zuhörer dabei zu haben.

Sebastian und Niels

Wie du über den (virtuellen) Tisch gezogen wirst | Niels & Sebastian

Vollständiges Transkript

Sebastian: (Musik im Hintergrund.) Du hast auch die Schnauze voll von scammy Online-Marketing-Gurus? Die dir oberflächliche (?Halbstrategien) als Weg zum Erfolg versprechen?

Niels: Als selbständiger Online-Marketer, die den Daily Grind als ihre absolute Comfort Zone bezeichnen, haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, den Online-Marketing-Bullshit aufzudecken. Bei uns erhältst du die ungefilterte Wahrheit über den momentanen Zustand der Online-Marketing-Welt und welche Strategien wirklich funktionieren. 

Sebastian: Deine Hosts Niels Stuck und Sebastian Vogg präsentieren dir in jeder Episode neue Online-Marketing-Themen, wie beispielsweise SEO, Facebook-Ads, Content und vieles mehr, um deine Online-Marketing-Erfolge aufs nächste Level zu heben. (8 Sek. Musik) (Musik stoppt.) (?Moinsen). Yes.

Niels: Hello again, Sebastian.

Sebastian: Moin. Wir sind der No-Bullshit-Online-Marketing-Podcast. Und heute sprechen wir mal ein bisschen über Bullshit in Form von der Leichtgläubigkeit von Menschen auf Social Media insbesondere. Oder auch auf Websiten, … #00:01:06# Pages und so weiter. Womit, also wo einfach damit gearbeitet wird, Leute mit leichten, ganz simplen Techniken so dazu zu überzeugen, etwas zu kaufen. Oder etwas zu tun, was sie normalerweise nicht tun würden so. Und da gehen wir heute mal ein bisschen drauf ein. Und mitgebracht habe ich gleich mal zu Beginn-. (Lacht.)

Niels: Ist es etwa Niels Stuck? Den du mitgebracht hast in deinem Podcast? (Sebastian: Ja, genau.) Cool. Dann lass uns doch beginnen. Joke. Okay. Was würdest du sagen, ist so die Sache, die dir am meisten auffällt? Oder die du vielleicht so in deiner Tätigkeit als Facebook-Advertiser oder als Advertiser am liebsten verwendest? Der Kniff, der zieht?

Sebastian: Na gut, ich verwende es eigentlich am liebsten, muss ich nicht sagen. Aber der klassische, das klassische Ding ist halt Scarcity. Dieses Ange-. Sorry. „Dieses Angebot gilt nur für begrenzte Zeit.“ Also ich meine, manche Sachen, da stimmt es ja. Wenn es stimmt, dass das Angebot nur für eine Woche gilt, dann ist es vollkommen okay. Aber da gibt es einige Kollegen, die wir alle schon mal gesehen haben in irgendwelchen Ads, die halt dieses Angebot jedes Mal aufs Neue (?counter-resetten). Der ist halt jedes Mal auf der Seite. Und das ist immer der gleiche Scheiß. Nur es wird trotzdem eine Ad kommuniziert. „Nur noch wenige Stunden verbleiben.“ Oder „ Nur noch wenig Zeit.“ Und das ist halt semigeil. Weil es ist ja, es stimmt ja nicht. Es ist ja nicht-. Es stimmt ja nicht, dass das nur noch wenige Stunden gilt. Sondern es ist einfach was, was kontinuierlich durchläuft. Und die Leute checken das halt nicht am Anfang. Klar, irgendwann … #00:02:46# Bullshit. Aber ja. 

Niels: Genau. Best Practice. Wenn du auf so einer Seite bist, wo dieser Countdown runterläuft, bitte einfach mal aktualisieren. Advanced Level, wenn das nicht funktioniert, mach es mal in einem neuen Browser oder in einem Inkognito-Fenster auf. Und aktualisiere dann nochmal. Womöglich-.

Sebastian: Und superadvanced, Niels, du klickst „Untersuchen“ auf den Counter und stellst den Counter künstlich nach oben. 

Niels: Oh, Game durchgespielt. Whoop, whoop, Insights vom Boss. (Sebastian: Ups.) Ja, genau. Also das ist der Klassiker, der irgendwie schon immer verwendet wurde. Ich glaube, seit (?Cordula) existiert-.

Sebastian: Ja, es ist halt das allgemeine Existieren. Also die alle. (Niels: Genau.) Ob es jetzt so ein digitales Ding ist. Oder ob es einfach-. Das wurde ja schon immer gemacht. Leute wurden ja immer mit Angeboten in die Illusion getrieben, dass die Angebote existieren. Aber eigentlich wurden die Preise vielleicht einfach nur erhöht. Und danach wird ein Angebot gemacht. Also ist die Marge immer noch das Gleiche am Schluss. Also es ist ja halt ein emotiologischer Faktor. Leute wollen halt sparen. (Niels: Absolut.) Und deswegen schauen die halt auf Sale. Und kaufen dann da. (Niels: Ich glaube-.)

Ich habe auch an der Stelle vielleicht, ich habe mir auch mal einen Ads aus den Dreißigern und Vierzigern angeschaut. So von Cola und Zigaretten. Und da ist, da sieht man halt auch schon so ein bisschen, wie-. Die haben es an sich nicht so krass gemacht, aber halt, mit welchen-. Und es ist ja nichts anderes mittlerweile. Es ist bloß in einer anderen Farbe. (?High Production Welten), glaube ich, sind immer noch die gleichen Botschaften. „Kauf mein Produkt.“ Basically. That´s it.

Niels: Und zur heutigen Online-Zeit ist das natürlich noch viel mehr Krieg. Da kriegst du noch viel mehr um die Ohren geballert. „Melde dich hier beim Newsletter an für zehn Prozent Rabatt.“ Oder bei irgendwelchen Klamottenshops. Hier, du kannst sogar (?denn), dass es dich auch noch glücksspielmäßig catcht. Weil hat ja jeder Bock drauf. Du kannst noch dieses Rad hier drehen. Und du kriegst dann zehn oder 30 Prozent Rabatt. Oder Gratisversand. Oder vielleicht noch ein Shirt for free. By the way, die Sachen können auch (?raked) sein. Also dass das eine einfach niemals kommt. Online Glücksspiel, Bro, funktioniert nicht nach physischen Gesetzen. Wenn zum Beispiel das Roulette-Rad sich dreht. Das kann alles schon vorher geplayed sein. Und euch mal schön richtig aufs Kreuz legen. Was ich auch sehe, was, glaub ich, echt viele Signale im Kopf triggert, sind so, wenn du Klamotten kaufst, und es ist oft bei so Dropshipping-Stores und so.

Dropshipping können wir auch nochmal drauf kommen. Diese Anzeige: „Oh. Philipp aus Augsburg hat vor 30 Sekunden das und das gekauft.“ Und dann poppt die ganze Zeit da irgendein neuer beliebiger Name auf. Von Personen, die das gekauft haben. Und wenn dann noch irgendwie steht: „Oh mein Gott. Fast ausverkauft.“ (Zieht die Luft ein.) Aber richtig schnell rein in den Warenkorb und Express PayPal bitte. Aber rein in den (?Aal). 

Sebastian: (Lacht.) Ja nein. Also das ist einfach zu billig. Also ich weiß nicht, ob-. Das funktioniert immer noch. Das ist ja das Traurige. Aber ich meine, einfach mal einen Check machen. Wenn man irgendwie eine dubiose Page sieht. Und die verkauft irgendwie so das ultimative Produkt für free plus Shipping. Dann mal auf „(?Alt) Express“ gehen, nach dem Produkt suchen. Dann wird man das günstiger nochmal finden. 

Niels: Volltreffer. Vor allem bei Instagram zieht das supergut, diese High Fashion Sachen, die-. Ich meine, da gibt es in China halt auch mörderisch viel. Und ganz viele davon, da wird nur billig irgendwie hinten reingestickt der Name von der beliebigen Brand, die die sich ausgedacht haben. Und dieses Free-Shipping, was ihr bekommt, deswegen dauert der Versand drei Wochen und es kommt dann irgendwie mit China Post oder so. Weil es halt einfach straight von (?Ali) Express verschickt wird. Mit einem Aufschlag von 30 Euro. So.

Sebastian: Das riecht halt auch relativ komisch so. Also ja, es ist auch so ein Ding. Es gibt Unternehmen, die schaffen das, aus dem Dropshipping rauszukommen und irgendwie dann halt was Krasses aufzubauen. Aber es ist in den wenigsten Fällen so. Also ich habe das selten irgendwie gesehen. Und ich meine, das kann man machen. Man kann da bestellen. Aber es ist halt, also man muss halt verstehen, dass die da einen … #00:07:07# mit einberechnen. Das sind die Kosten von dem Produkt. Der schon drin ist. Alles Mögliche. Und die haben immer noch eine schlechte Marge. Und trotzdem kostet das Produkt im EK halt nichts gefühlt. Also es ist wirklich nur ein mathematisches Game, was da abgeht. Das ist natürlich bei normalen Unternehmen auch so. Aber ich würde jetzt mal sagen, die (?Ali) Express Sachen, da ist die Qualität jetzt nicht so krass. 

Niels: Und lass uns mal kurz Best Practice dafür noch mal brainstormen. Was sind so die klassischen Produkte, die so Dropshipping vor allem auch auf Instagram vertrieben werden. Da fällt mir natürlich erst mal Fashion ein. So diese Sachen, die nach High Fashion aussehen sollen. Aber 60 Euro kosten. Uhren sehe ich auch superoft. (Sebastian: Ja. Uhren auf jeden Fall.) Die auch China sind. Und bloß, ja, ein Private Label draufhaben. Was gibt es noch?

Sebastian: Es ist nur Private Label. Es ist eigentlich alles-. Beziehungsweise die Uhren haben manchmal gar kein Label drauf. Sondern es sind einfach nur die Uhren. Und that´s it. Was gibt es sonst-? Also ich habe öfter auch so … #00:08:06# Produkte gesehen, so wie (?useless) Shit. So irgendwie, keine Ahnung, Auto Cleanings Sachen. Oder irgendwie so für Zuhause so Home Tools und so ein (?Stuff). (Niels: Okay. LOL.) Das habe ich auch schon gesehen jetzt. Ja, bestimmt ist das so das Häufigste. Ich meine, wenn man kreativ ist, kann man sich was Cooles überlegen. (?Socken) sind auch ein Thema. Machen auch Leute. Aber ansonsten, ja. Also ich würde jetzt nicht sagen, dass Dropshipping komplett Scam ist. (Niels: Nein.) Aber es ist schon hart an der Grenze dran. Und das ist wird halt auch oft von solchen Leuten mit solchen Techniken gearbeitet. 

Niels: Genau. Und das Konzept ist halt, dass dir von einer anderen Seite was für einen höheren Preis geschickt wird. Von der du es auch so kaufen kannst. Also es ist halt (?inhärent) die schlechtere Kaufentscheidung. Ja. Deswegen (Sebastian: Das ist halt die Illusion, mit der (?gespielt wird).) nur mal so fürs Verständnis, für die Awareness.

Sebastian: Klar. Es ist die Summe, mit der man spielt. Also natürlich ist es gleichzeitig so, wenn man jetzt halt das auf andere Brands überträgt, dann fertigen die auch in China. Und haben auch sehr, sehr ähnliche Produktionsstätten und so weiter. Aber eigentlich ist es auch da in dem Fall nur die Brand. So ähnlich wie bei Apple-Produkten oder so. Aber ja, es ist halt, it´s the way it is. Und es ist halt Business. Aber im Job-Sharing Bereich merkt man es halt noch ein bisschen stärker. 

Niels: Ja. Auf jeden Fall. Und ich glaube, dann müssen wir auch nochmal oder können wir gleich nochmal Bezug nehmen auf generell so ein bisschen Social Media und Influencer sein. Und so diese Methoden, (Sebastian: (?Bullshits).) die damit zusammenhängen. Weil man hört-. Also wenn ich irgendeine, wenn ich auf Entdecken gehen würde, mir Stories angucken würde. Und einfach mal von, sagen wir 20 Leuten die Story anklicke. Wie oft würde ich da hören: „Hey, meine Lieben. Hey, ihr-.“ Ja. So als gäbe es eine Community. So als gäbe es eine Gruppe. So als gäbe es den Influencer, der auf die Followerschaft wert legt. Und tatsächlich nicht bloß seine Zahlen akkumuliert. Lass uns mal davon ein paar Kniffe, die, glaube ich, auf Instagram auch oft benutzt werden, um halt diese Interaktion zu treiben, die den Algorithmus füttern. Die da verwendet werden. 

Sebastian: Klar. Also ich meine, Nummer eins Thema ist, denke ich, so allgemein, was du jetzt gesagt hast, ist halt dieser (?blödsinnige) Gedanke, den ich jetzt nicht allen unterstellen würde, dass sie das nie machen. (Niels: Klar.) Muss man natürlich schon sagen. Es gibt bestimmt Leute, die sind da voll dahinter. Und ist ihnen megawichtig. So eine Louisa Dellert oder so. Nachhaltigkeitsinfluencerin. Der geht es nicht nur um Cash. Sondern die hat halt eine Botschaft, die sie verfolgen wird. Aber es gibt schon einen Großteil, die halt einfach nur basically diese Community pflegen, damit sie halt Leute haben, die ihren Scheiß kaufen. So. Relativ einfach gesagt. Und da wird halt mit so Geschichten gearbeitet wie mit einem Wir-Gefühl. Mit Zusammenhalt. Mit Community. Mit-. (Niels: „Wir schaffen das.“) Klar, also mit so banalen Sprüchen halt und so Lappalien und-.

Niels: Hä? Sebastian, können wir die 200.000 Follower noch heute knacken, Leute? Schaffen wir das?

Sebastian: Schaffen wir das? Oder auf YouTube: „Hey Guys, it would be great, if you could get 2.000 likes in this video in 12 hours. That would be amazing. That would mean so much to me.“ Ja. Genau. So. Also das ist halt schon so das Nummer eins Ding. Und Fragen in den Posts. Den Leuten ist es ziemlich scheißegal, ob ihr diese Frage beantwortet oder nicht. Oder also was ihr da schreibt. They don´t care. Most of the time. „Na, wie esst, wie mögt ihr euer Müsli am liebsten?“ (Lacht.) Nobody cares. Mann. 

Niels: Ja. Es ist einfach nur, okay, Interaktion passiert. Algorithmus freut sich. Ich werde wieder mehr Leuten ausgespielt. Bekomme mehr Follower. Und wenn ich halt irgendeine Form von Monetarisierung oder ein (?Fuddle) dran geknüpft habe, heißt das, ich schütte da oben mehr Leute rein. Und da kommt unten mehr Geld raus. 

Sebastian: Also es ist nicht nur, weil die uns mögen. Die sind nicht einfach an uns als Person interessiert. Sondern-.

Niels: Klar. Klar. An allen 100.000 Einzelpersonen, die dahinterstecken. Und da noch irgendwie irgendwelche Chats da noch geleakt werden oder so. Worüber man sich dann drüber lustig macht. Oder die 300 unbeantworteten Nachrichten. So klar. Dafür nimmt man sich die Zeit. Joke. Und genau dasselbe, wenn Leute Gewinnspiele machen. Niemand macht ein Gewinnspiel einfach so. Oder fast niemand. Es ist immer alles klar. Partnerschaft mit Marke XY. Dafür bekommt Influencer XY schon mal Betrag 500 Euro. Fünf Produkte, die er verschicken kann. Oder per Gewinnspiel verschicken kann. Und das soll nur ihm Follower bringen. Der Brand Follower bringen. Und auch wieder Interaktion treiben. Weil wenn man sich, wenn man da 1.000 Kommentare hat, weil einer der Ansprüche ist, dass man fünf Leute verlinken muss. Und das ist für Marke und Algorithmus eine Supersache. Es ist nicht, weil die das so toll finden, das Produkt, das irgendwie fünfmal an ihre Fans verschicken. (?So was).

Sebastian: Das ist das eine. Und es gibt auch diese tollen Gewinnspiele. Vielleicht hast du die schon mal gesehen, Niels. Mit dem Auto mit dieser roten Schleife. Hast du die schon mal gesehen?

Niels: Ja, ja. Wo du einen AMG gleich gewinnen kannst?

Sebastian: Du kannst einen AMG gewinnen. Du kannst einen, auch einen Audi S3, zum Beispiel. Kann man da vielleicht auch gewinnen. Oder einen RS3. Also keine Ahnung. Also halt so übertriebene Gewinnspiele. Und da hat der Felix … #00:13:49# dazu einen sehr gutes Video gemacht. Da ist kein AMG. Da ist kein Auto. Es gibt da nichts zu gewinnen. Es ist einfach nur eine Lead-Generierungsmaschine. Es läuft so, dass die da reinschreiben. Also da sind halt sehr viele leichtgläubige Leute auf Facebook. Und da machen ja immer so viele Leute mit. Die checken das alle nicht. Das muss man sich mal vorstellen. Wie viele Leute da mitmachen. Es ist echt erschreckend, wie Leute ihre Daten da rausgeben.

Erst sind sie voll besorgt um ihre Daten. Sind alles Leute, die auch in Deutschland leben. Die irgendwie da megadatensensitiv sind. Aber geben an so eine Scheiße ihre Daten. Da hast du irgendwie 10.000 Kommentare auf so was. Und dann ist es so, dass du, um an dem Gewinnspiel teilzunehmen, musst du auf den Link klicken. Deine E-Mail-Adresse eintragen und so weiter. Und dann stimmst du halt den AGBs zu. Da wirst du halt einfach deine Daten an alle möglichen Partner weitergeleitet. Und dann bekommst du halt richtig harte E-Mail Spam Penetration so. Das ist halt einfach alles, es passiert. Es gibt kein Auto. Es wird kein Auto verschenkt. Und that´s it. 

Niels: Sehr gut. Das ist das Hardcore Beispiel dazu. 

Sebastian: Das ist ein Hardcore Beispiel, auf jeden Fall. Es ist der härteste Scam, den es halt gibt. Ja. Deswegen. Aber es passiert immer noch so häufig. Deswegen, hey. 

Niels: Genauso der Klassiker, mit dem, glaube ich, ganz, ganz viele Leute am meisten zu tun haben. Aber das ist jetzt ein kleiner Scam. Nicht schlimm. Kein Damage. Diese ganzen privaten Seiten. So. Die halt aber größer sind. Also die Meme Seiten sind dann irgendwie der Klassiker. Wo Leute sich dann das in ihren Stories schicken. Auch in jedem Post noch animiert werden, das an Leute zu verschicken. Wo die Seite dann privat ist. Dann musst du der folgen. Durch das Verschicken ist das nochmal ein positives Signal für den Beitrag, für die Aktivität. Ja. 

Sebastian: Ich meine, so viele Meme Pages, wie du mir schickst. Mit wo ich noch followen muss. Sage ich immer: „Screenshot please, Bro.“ 

Niels: Das geht schon immer. Immer so. Immer so. 

Sebastian: Aber echt. Mittlerweile auch, das ist aber echt krass. Dann überlegst du dir echt zweimal, ob du der Seite entfolgst. (Niels: Ja, wirklich.) Weil dann musst du (?beantragen) und so. 

Niels: Wirklich. Und dann kriegst du es nochmal irgendwann geschickt. Und dann siehst du es wieder nicht. Und der andere ist abgefuckt, wenn du nach Screenshot fragst. So der eternal Kreislauf of Social Media. 

Sebastian: Also bei Meme Pages ist schon sehr smart gemacht. Das kann man nicht sagen. 

Niels: Ja, Mann, supersmart. Also grundsätzlich sind alle Sachen, die wir genannt haben, ja irgendwo smart gemacht. Weil alles, was funktioniert, ist ja an sich erst mal smart. Aber-.

Sebastian: Smarte Sachen für dumme Leute. 

Niels: Manchmal ist es einfach schade, wie sich Leute halt einfach ausnehmen lassen. Ohne auch nur im Entferntesten zu kapieren, was da grade abgeht. 

Sebastian: Ja. Ich denke, zu checken, was-. Also ich meine, ob du es dann machst oder so, ist ja erst mal egal. Aber zu verstehen überhaupt, was da abgeht, ist nämlich die wichtigere Sache. Wenn du das tust, (Niels: Genau.) dann ist einfach-. Ich finde, so ein gewisses Bewusstsein. Und das zu verstehen, das hilft viel immens einfach in diesem Internet-Game. Ich meine, wir brauchen nicht drüber reden über irgendwelche Mails, die wir manchmal bekommen. Mit dem Spam. Mit irgendwelchen „Überweisen Sie uns so und so viele Bitcoin.“ Also wer da natürlich mitmacht, da kann man natürlich nichts garantieren. Da sage ich jetzt auch nichts zu. 

Niels: Oh mein Gott. Come on. Lass mich nochmal Bezug nehmen auf diese eine legendäre Spam-Mail, die ich bekommen habe. (Sebastian: Do it.) Oh Mann. Also die habe ich mir wirklich mal durchgelesen. Die war toll. Weil irgendwann entwickelst du da schon so einen mentalen Filter. Du liest die Sachen nicht mehr. Markieren. Löschen. Aber da war es dann dran. „Ja, wir haben Ihre durchaus“, was stand da, „exotischen Pornogeschmack mitbekommen. Und wir drohen. Wir haben das alles mitgeschnitten. Und doppelt gesichert. Und wenn Sie uns nicht in zwölf Stunden 5.000 Euro in Bitcoin überweisen, dann werden wir das an Ihre komplette Liste inklusive Ihrer Kollegen und Ihres Arbeitgebers schicken. Was werden die wohl davon halten?“ (Lacht.) LOL. Oh mein Gott. Richtig gut. 

Sebastian: Also manche sind schon echt gutgeschrieben. Also manche-.

Niels: Einfach ein bisschen Mühe. Sie sollen sich wenigstens ein bisschen Mühe geben. Oder die Sachen wenigstens ordentlich übersetzen. Wenn sie es schon in allen möglichen Sprachen dieser Welt an Leute geschickt wird. Kommt schon.

Sebastian: Aber das Traurige ist, es gibt immer noch einen Großteil an Leuten, die halt den Scheiß dann auch nicht checken. 

Niels: Ja, wobei das kann ich mir echt dabei schwer vorstellen. 

Sebastian: Es gibt schon, also ich denke, wenn der Spam ein bisschen (?durcheinander) ist, vielleicht der Spam jetzt nicht. Aber wenn es ein bisschen (?durcheinander) ist, natürlich. Also sonst würde es ja nicht weitergemacht werden. Also es würde ja-. Das kann ich mir nicht vorstellen. Aber naja. Vielleicht gibt es da irgendwelche … #00:18:39# dazu, wie-. Ich habe da schon Sachen erlebt. Auch als ich noch in der IT tätig war, habe ich auch Sachen erlebt. Das glaubt man nicht, dass so was passiert. Aber es passiert trotzdem. … #00:18:48#.

Niels: Ja du, selbst wenn es im Endeffekt nur 0,01 Prozent machen. Schickst du halt mal spontan über einen SMTP-Server am Tag 500.000 Mails raus. Ein bisschen wird schon ziehen. 

Sebastian: Du kannst ja auch einfach mal einen Open Relay suchen. Irgendwie einen offenen Mailserver. Und schickst darüber deinen ganzen Spam raus. Gibt es ja zu Hauf. Wir alle lassen uns von Sachen beeinflussen. Das ist-. Davon kann man sich auch gar nicht irgendwie retten. Und manche Sachen ziehen bei manchen Leuten besser. Manchen Leuten weniger. Und ich meine, meine Arbeit ist ja auch relativ viel, hat relativ viel damit zu tun, Leute dazu zu bringen, etwas zu tun, was sie vielleicht davor nicht gemacht hätten. Wie zum Beispiel Produkt XY zu kaufen. Weil ich ja Push-Marketing mache. Und du machst Pull-Marketing. Mit SEO. Ich mache Push-Marketing.

Ich will den Leuten etwas zeigen, was sie noch nicht gesehen haben. Dass die es kaufen sollen. Aber ich denke, da gibt es einfach verschiedene Unterschiede zwischen den Arten und Weisen, wie man halt vorgeht. Und wenn man halt auf solche Sachen eben geht, dann ist es, denke ich, immer noch wichtig, mit welcher Art und Weise halt man das Ding verkauft. Und dass es halt nicht zu scammy einfach ist. So. Vielleicht ist das so ein Abschluss zu dem Thema. Man sollte, denke ich, immer noch im Hinterkopf behalten, auf welche Brand geht das Ding raus? Wie möchte ich wirken am Schluss? Wie möchte ich bekannt werden? Weil wenn ich halt so was mache und dann halt damit bekannt werde, dann wird das auch zwangsläufig irgendwann zu Kritik führen. Und auch zu negativem Feedback und so weiter. Ich denke, da muss man sich einfach so ein bisschen fragen, was man halt machen möchte. Was man bereit ist, zu opfern von seiner Brand. Weil Apple würde so was nie machen. Weil Apple halt Apple ist. (Niels: Klar.) Und die haben halt einen ganz anderen Stellenwert bei ihren Sachen als jetzt irgendwie eine billige Handymarke. 

Niels: Ja. Ich meine, das macht ja also der Scam natürlich nicht. Aber dass man überlegt, wie man verschiedenen Zielgruppen an Leuten verschiedene Produkte, Dienstleistungen, whatever verkaufen kann. Ja, that´s marketing. Und das ist extrem spannend und macht sehr, sehr viel Spaß. Dennoch wünsche ich natürlich jedem, dass er nicht am untersten Scam-Ende auf diese ja sehr schlechten Maßnahmen reinfällt. Und dafür einfach die Awareness, das Bewusstsein entwickelt, sich nicht mehr in dieser sehr, sehr überladenen Zeit an allen Ecken und Enden über den Tisch ziehen zu lassen. Sondern eher so in das bewusstere Segment reinkommt, wo es dann schon, ja, wo man richtige Konzepte ausarbeiten muss, um Leute zu überzeugen. Denen was zu verkaufen. Denen was schmackhaft zu machen. Wo es spannend wird. Es wird immer Leute geben. Also alles, was ihr seht, ist ja nur dafür da, um entweder Daten zu sammeln, wie es nicht funktioniert, euch was zu verkaufen. Oder euch erfolgreich was zu verkaufen. Und damit zu arbeiten, ist hochspannend. Und ich freue mich da in den nächsten Jahren auch noch mehr drauf. Und du mit Sicherheit auch. (Sebastian: Klar.) Aber dennoch möchten wir nicht, dass irgendjemand so am untersten Ende abgezockt wird. 

Sebastian: Ich meine, wir haben uns ja auch dafür entschieden, unsere beiden Companies so aufzubauen, dass wir eben nicht so arbeiten. Also ich habe, du wirst keine Scarcity auf meiner Seite finden so. Es gibt auf also es gibt auf meiner Seite (?Contour) Actions. Und natürlich weiß man ein bisschen, wie man (?daran) arbeiten kann. Aber ich will jetzt hier nicht irgendwie überheblich rüberkommen und das sagen: „Wir sind die Geilsten.“ Und so. Und ich meine, klar, wir haben auch Tags auf unserer Seite, der unsere Dienstleistungen irgendwie verkauft. Klar. Aber ich will da jetzt, also für uns ist es einfach wichtig, dass wir halt da sehr, sehr down to Earth sind. Und so ist das Video auch gestaltet. Und so kam es auch an. Und das war mir halt auch wichtig. Und also dementsprechend, ich glaube, das ist auch einfach eine Brand-Frage dann so am Schluss. Wie man halt als Unternehmen dann vorgeht. 

Niels: Naja. Auf jeden Fall gehe ich so mit. Aber auch dafür wünsche ich den Leuten die Awareness, um das wahrnehmen zu können. Und das überhaupt so sehen zu können. Und ich habe jetzt schon in vielen Gesprächen jetzt mit Leuten, die nicht aus dem Marketing-Bereich kommen, gemerkt, dass da die Awareness für noch gar nicht wirklich da ist. Und deswegen halt auch das Thema heute. Es wird jetzt viele, die mit Online-Marketing zu tun haben, die werden sich denken: „Haha, LOL.“ Weiß ich doch alles, Ist doch mein daily Business. Gewissermaßen. Aber es ist dann eher für die Zielgruppe, als für die-. Für die Opfer als für die Täter gewissermaßen gemacht. Ja, Mann.

Sebastian: Yes. Also für mehr Aufklärung im Internet.

Niels: Ja, Leute. Augen auf im Straßenverkehr. Und im Weltnetz. Und damit würde ich sagen, beenden wir die heutige Runde. (Musik beginnt.)

Sebastian: Wir sind raus. Bis zum nächsten Mal. Peace.

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Niels Stuck

SEO mit Leidenschaft seit 2013, der hier für Ihren zukünftigen Weberfolg bloggt. Experte im Bereich des Linkbuilding und der Offpage Optimierung. Viertieft darin den Algorithmus zu erforschen und immer auf dem neusten Stand, was die stetig variierende Welt der Suchmaschinenstandards betrifft. Fan der 80/20 Regel und mit glasklarer Effizienz an Ergebnissen für Ihr Webprojekt orientiert.

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